Nardwuar, eine Serviette bittet zum Interview

von Georg

Who or what the fuck is Nardwuar the Human Serviette?! Solch ein Gedanke, oder ein ähnlicher dürfte wohl vielen Leuten durch den Kopf gehen, wenn sie von Nardwuar zum ersten Mal hören. Nardwuar, ist aufgrund einer Namensänderung 1986 tatsächlich Nardwuar und bezeichnet sich als Human Serviette. Die Namenserklärung kann sich jeder gerne von Nardwuar persönlich erklären lassen, ich verzichte hier auf eine Erörterung, da sie meiner Meinung nach nicht viel Sinn ergibt und langweilt.

Viel wichtiger und deutlich Interessanter ist, was Nardwuar macht. Bekannt wurde der Kanadier vor allem für sein Interviews (insbesondere mit Rappern) die ich jedem, der sich für Popkulur und Musik interessiert, schwer ans Herz legen möchte. Daneben ist er auch Musiker in einer Punkband und hat eine eigene Radiosendung. Zu seinen Interviews erscheint Nadwuar regelmässig in Outfits, die an einen Schotten auf Speed denken lassen, was manche nicht immer alle gutieren dürften, wie z.B. Dave Rowntree der (ex) Drummer von Blur (und heute Politker!). Dafür überschütter er seine Interviewpartner Teils mit Mitbringsel und ungewöhnlichen Geschenken, die er auf die verschiendsten und auch verrückstesten Art und Weise mit den oft verzückt- bis schockierten Gegenüber in Verbindung zu bringen, insbesondere zu Kanada.

Neugierig, wie der Nardwuar an so viel „intimes“ Wissen gelangt ist, werden die Künstler so eine Unterhaltung verwickelt, in denen sie interessante Einblicke von sich preisgeben von denen andere Journalistenkollegen nur träumen können, da sie sich für das Gespräch zu interessieren beginnen. Es ist die Liebe für Details und die akribische Recherche gepaart mit bestechenden Fachwissen über Musik, welche ettlichen Artists stark Imponiert, wie auch Alex James, der Basist von Blur zu einem späteren Zeitpunkt anerkennend feststellt und viele Interviews  mit einem gut gelaunten Lächeln das Interview ausklingen lässt.

Eine oftmal testierte gewisse Nervigkeit an bei Nardwuars Interviewstil kann für mich bestätigen, zu oft wiederholt und Betont er den Ort seiner meisten Intervies (Vancouver, British Columbia, Kanada), leitet sein Interview immer mit der selben Frage „Who are you“ ein und beendet es mit „Keep on rock’in in the free world“ gefolgt von „doot doota loot doo“ das vom Gegenüber mit „doot doo“ ergänzt werden soll.

Schaffen es die Interviewten, sich auf Nardwuars einzulassen, profitieren zumeist beide Seiten enorm vom Gespräch, da für Nardwuar einerseits ein tolles und spannendes Interview für das Publikum herauskommt, andererseits die Protagonisten nicht mit bereits abgelutschen Fragen konfrontiert werden und so durch den frischen Wind Nardwuars zum „glänzen“ gebracht werden.

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