wienjunge

Kategorie: Allgemein

Uncle Drew

Glaubt man den vielen Stimmen aus der NBA, hat Cleveland nach dem kontroversen Abgang von LeBron James zu den Miami Heat einen neuen King. Kyrie Irving heisst der gute Mann und wurde kürzlich zum besten Rockie seines Jahrganges gewählt. Die Fans lieben junge und erfolgreiche Sportler, weshalb offensichtlich auch diverse Unternehmen beim neuen Star der Cavaliers schlange stehen. Pepsi hat Irving somit, mit guten Grund zu einen Werbesportauftritt zu einem Basketball Court in New Jersey bestellt, dort wird allerdings jemand ganz jemand anderer zum Star des Abends.

Advertisements

Gedanken zum Wahlverhalten

Vor kurzem unternahm ich einen kleinen Ausflug ins österreichische Wahlrecht. Zurück bleibt die Frage, ob  es da draußen noch Menschen gibt, die motiviert zu Wahlen gehen? Personen die das Wahlrecht mehr als Privileg sehen, denn als lästiges und zahnloses Instrument politischer Mitbestimmung? Erstere Sorte scheint immer schwerer zu finden, zumindest bei jüngeren Generationen. Wer kann sich von diesen noch an Zeiten von Totalitärität und Autorität erinnern? Für viele die ich kenne ist die Teilnahme an Wahlen zwar eine Selbstverständlichkeit weil sie es als Gebot der Vernunft verstehen, jedoch tragen die wenigsten (mehr) die Überzeugung in sich, ihre Partizipation könnte zu etwas Bedeutendem, geschweige denn Veränderung beitragen. Diese Beobachtungen decken sich auch mit den Begründungen der meisten mir bekannten Nichtwähler, die an Wahltagen lieber anderen Aktivitäten den Vorzug zu geben.

Persönlich kann ich das gut verstehen, meine Teilnahme an Wahlen ist eher einem mir unerklärlichen Pflichtbewusstsein nervender Natur geschuldet, denn der Überzeugung vernünftig zu handeln. Wahl für Wahl wird de facto von neuem der politische Status Quo neu einzementiert. Egal wer bisher die Geschicke des Landes bestimmte, im Grunde bleibt fast alles wie gewohnt. In dieser Hinsicht kann ich den heranwachsenden Verdruss in jedem politisch Unzufriedenen, aber keine eigenen (machtpolitischen) Interessen verfolgenden Bürger menschlich durchaus sehr gut nachvollziehen. Wie sonst kann man sich das große Wahlpotential, der „Liste für Innsbruck“ oder der Piratenpartei in Deutschland erklären?

Fragwürdig erscheint mir eher, wie es bei Mitbürgern mit halbwegs funktionierender empirischer Beobachtungsgabe nicht so sein kann? Ist es Desinteresse an Politischem im Allgemeinen? Profitieren derart viele so gut vom bisherigen System? Soll ich mich schlecht fühlen, weil mich kaum eine Wahl mehr interessiert? Mir ist schon klar, dass eine Demokratie seine Grundfeste im Konsens hat, Wandel viel Geduld erfordert, dass es deutlich schlauere Personen als meine Wenigkeit gibt und auch in anderen Ländern vieles nicht besser ist… Mich ermüdet jedoch die Art wie immer wieder der Konsens in diesem Land zustande kommt, wie manche politische Machthaber ihre Stellungen ausnutzen (vgl. Glücksspielgesetze, Anti-Korruptionsgesetz, Telekommaffäre, etc.) und die Ignoranz mancher  Menschen.

Das Hauptmotiv einiger, zu Wahlen zu gehen, ist bloß um bestimmte Ergebniskonstellationen zu verhindern (Schwarz-Blau, Rot-Grün). Der Anfängliche Charme diese Geisteshaltung, hat sich für mich jedoch verbraucht, da er Veränderungen egal welcher Art abträglich erscheint. Hinzu kommt, dass sich mein Ideal vom Wahlrecht eher an einem „Konstruktivismus“, denn an einem „Destruktivismus“ orientiert. Meines Erachtens hätten auch viele passionierte Nichwähler nur zu gerne, Barack Hussein Obama 2008 zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, um eine Wende einzuleiten und so einen neues Kapitel amerikanischer Geschichte einzuläuten. Der ehemalige Senator von Illionis verstand es wie kein anderer Präsidentschaftskandidat zuvor die Massen mit Solgans wie „Yes We Can“ und „Change“ zu mobilisieren, sie zu inspirieren.

Natürlich kann nicht jede Wahl Historisches Anbieten und auch Obama ringt mit der normativen Kraft des Faktischen, aber ich denke es wird klar was ich verdeutlichen will. Mir würde es bereits genügen, wenn jemand den Bürgern die hier leben zeigt, dass wir Österreicher nicht so weit voneinander stehen, wie viele Politiker uns oft glauben machen wollen.

* * * * *

Wo bekomme ich günstig ein Fahrrad her?

Der Frühling ist endlich zurück, mit ihm auch wohligere Temperaturen, so dass Fahrradfahren wieder zum Spaß und keiner Zitterpartie wird. Doch nicht jeder der in Wien lebt und gerne Radfahren möchte, hat ein Fahrrad und muss sich deshalb erstmal eines besorgen – und das heisst Geld in die Hand nehmen.

Der meiner Erfahrung nach meist geäußertste Wunsch ist dabei – es soll nicht viel kosten. Oft kommt dann von diversen Mitmenschen der Vorschlag, sich doch ins WUK zum Fahrradflohmarkt zu begeben. Der ist jeden ersten Mittwoch des Monats und dort kann man Räder kaufen und verkaufen (gegen 10% Verkaufsprovision). Allerdings kenne ich bis heute unter den vielen Radfahrern aus meinem Bekanntenkreis niemanden, der dort je ein Fahrrad gekauft hat. Deshalb mein Tipp, einfache Bikes, d.h. Fahrräder ohne viel Schnickschnack bekommt man bei großen Sportketten schon um ca. 130 Euro. Die Teile sehen dann vielleicht nicht super toll aus, man kommt aber damit gemütlich von A nach B und der vielleicht größte Vorteil liegt darin, dass man sich nicht groß den Kopf zerbrechen muss, wo und wie man sein Rad absperrt, da diese Bikes bei Dieben deutlich weniger hoch im Kurs stehen, wie jene die auch ein Statussymbol sein sollen.

Eine weitere Möglichkeit recht günstig an ein Fahrrad zu kommen sind die Verkaufs- und Auktionsplattformen im Internet. Meine Freundin W. hat sich so ein stylisches Puch Fahrrad angelacht und scheint sehr happy damit zu sein. Nachteil ist, dass so erstande Räder meist nur second hand sind und eine Gewährleistung bei gebrauchten Fahrrädern unter Privaten meist ausgeschlossen wird.

* * * * *